thyssenkrupp Testturm

Ein Turm der Extraklasse - eine Beleuchtung der Extraklasse!

Mit einem Investitionsvolumen von über 40 Millionen Euro für den Testturm bildet Rottweil – gemeinsam mit dem Aufzugswerk in Neuhausen auf den Fildern – eine hochmoderne Innovationsschmiede für Aufzugstechnik.

Stützpfeiler, Wahrzeichen und Besuchermagnet!

Die Stadt Rottweil wurde vor fast 2000 Jahren von den Römern gegründet und ist die älteste Stadt Baden-Württembergs. Rund 90 Kilometer südlich von Stuttgart gelegen, eingebettet zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, ist die geschichtsträchtige Stadt darüber hinaus als „Stadt der Türme“ bekannt. Dieser Ruf wurde nunmehr von thyssenkrupp eindrucksvoll untermauert und mit dem neuen Testturm ein imposantes und zugleich innovatives Wahrzeichen gesetzt.

Mit einem Investitionsvolumen von über 40 Millionen Euro für den Testturm bildet Rottweil – gemeinsam mit dem Aufzugs-
werk in Neuhausen auf den Fildern – eine hochmoderne Innovationsschmiede für Aufzugstechnik.
Der Turm stellt für thyssenkrupp einen wichtigen Stützpfeiler dar. So dient er dem Test sowie der Zertifizierung von Aufzugs-
innovationen und trägt zu erheblichen Verkürzungen der Entwicklungszeit zukünftiger und bereits in der Konstruktion befindlicher Wolkenkratzer bei.
Mit zwölf Schächten und Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 18 m/s bietet der Turm nie dagewesene Möglichkeiten. Dabei wird in drei Schächten der neue revolutionäre MULTI Aufzug getestet – revolutionär deshalb, da dieser völlig seillos ist und auch seitwärts (!) fahren kann.
Mit einer Höhe von 246 Metern ist der Turm eines der beeindruckendsten und auch prägnantesten Bauwerke Süddeutschlands. Der Testturm symbolisiert die Ingenieurskunst von thyssenkrupp – darüber hinaus stellt er ein Symbol für die Stadt Rottweil dar und steht im Dialog mit den historischen Kirch- und Wehrtürmen aus dem Mittelalter.
Die auf 232 Metern gelegene Besucherplattform ist die bundesweit höchste öffentlich zugängliche Plattform und ermöglicht einen Panorama-Blick weit über den Schwarzwald und die Schwäbische Alb hinaus. Aber nicht nur die Aussicht ist atemberaubend.
Allein die Fahrt mit dem Aufzug ist ein Erlebnis für sich, denn die Besucher erreichen die schwindelerregende Höhe der Plattform binnen gerade einmal 30 Sekunden.
Der Turm stellt einen attraktiven Anziehungspunkt für Touristen und auch Unternehmen dar – und avancierte innerhalb kürzester Zeit zu einem Wahrzeichen und Besuchermagneten zugleich.
Das Erscheinungsbild ist trotz der imposanten Höhe leicht und filigran. Die Architekten Dr. Werner Sobek mit Helmut Jahn verkleideten den Betonschaft mit einer Stoffhülle aus Glasfasergewebe.
Das Gewebe beginnt am Fuß engmaschig, gibt nach oben hin immer mehr vom Turm preis und reflektiert das Licht zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten verschieden. Dadurch bekommt der Turm – je nach Wetterlage – eine andere Anmutung.

Eine Beleuchtung der Extraklasse!

Der Turm wird durch insgesamt 44 Strahler, Modell Powershine-RGBW, perfekt in Szene gesetzt. Für die gewünschte, ringförmige Anstrahlung wurden die Strahler in Form zweier Kreise angeordnet.
Insgesamt 24 Powershine-Strahler (gelbe Punkte) bilden einen inneren Kreis und illuminieren den unteren Teil des Turms. Um diesen Bereich ideal abzudecken, wurden die Strahler mit der Optik „Wide“ gewählt. Speziell von Hess angefertigte Traversen sorgen dafür, dass die Strahler einen festen Stand haben und sich etwas von den Grünflächen absetzen.
Der äußere Ring mit 20 Powershine-Strahlern (rote Punkte) mit „Medium-Optik“ ist für die Anstrahlung der oberen Hälfte des Turms zuständig. Hier wurde großen Wert darauf gelegt, dass sich das Licht nach oben hin wahrnehmbar abschwächt, um dem Turm auch in den Abend- und Nachtstunden eine optische Leichtigkeit zu verleihen.
Für diese Strahler wurden noch spezielle Gehäuse zur Unterbringung entwickelt. Im Farbton DB 703 gehalten fügen sich diese in die weitere Umgebung rund um den Turm harmonisch ein.
Die Maximalleistung pro Strahler beläuft sich auf 281 Watt. Neben dem gewünschten Standard-Farbton sind die Strahler in der RGBW-Variante in der Lage, jede beliebige Farbe darzustellen. Auf Wunsch können so weitere stimmungsvolle Szenarien und „Wow-Effekte“ dargestellt werden.

Bei Nebel heißt es: "Licht aus"!

Eine weitere Besonderheit: Die Beleuchtungsanlage wurde mit einem Nebelsensor ausgestattet, der wiederum an die „Wall TSC“ – eine Farbwechsel-Steuereinheit mit 1024 Kanälen und digitalen Eingängen – gekoppelt wurde.
Durch die eigens im Hause Hess entwickelte Schwellwertschaltung wird sichergestellt, dass bei Nebel mit Sichtweiten unter 100 Meter die Beleuchtung ausgeschaltet und hierdurch der Effekt einer beleuchteten „Dunstglocke“ vermieden wird. Eine weitere clevere und innovative Einrichtung – mehr als passend für einen Turm der Extraklasse.

Das neue Wahrzeichen Rottweils...

... in seiner ganzen nächtlichen Pracht!

Die Fakten

  • Architekten:
    Dr. Werner Sobek mit Helmut Jahn
  • Lichtplanung:
    L- PLAN LIGHTING DESIGN, Berlin

  • Bauzeit:
    < 10 Monate
  • Höhe:
    246 Meter
  • Gewicht:
    40.000 Tonnen (≈ 8.000 afrikanische Elefanten)
  • Material:
    15.000 Kubikmeter Beton
    2.640 Tonnen Stahl
    200 Felsnägel
  • Strahler:
    20 x Powershine RGBW-Strahler (Medium-Optik)
    24 x Powershine RGBW-Strahler (Wide-Optik)
  • Leistung:
    281 W pro Strahler