Wurmlingen leuchtet auf

30. Juli 2013

Straßenbeleuchtung wird modernisiert

Die Gemeinde Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen) hat in Zusammenarbeit
mit Hess 50 Prozent ihrer Bestandsleuchten energieeffizient modernisiert. Erst kürzlich wurden weitere 75 veraltete Pilzleuchten in Wohnanliegerstraßen mit neuen Leuchtenköpfen des Typs MADRID 800 mit LED-Modul bestückt. (Bild: Gemeinde Wurmlingen)

Moderne LED-Technologie in 13 Wohnanliegerstraßen

Im Zuge der jüngsten Teilsanierung in 13 Wohnanliegerstraßen haben 75 in die Jahre gekommene und mit Quecksilberdampflampen bestückte Pilzleuchten neue Leuchtenköpfe des Typs MADRID LED von Hess erhalten. Wie die zugrundeliegende Lichtplanung ergeben hat, konnte mit der bestehenden Lichtpunkthöhe von 4,5 Metern und dem vorhandenen Mastenabstand eine normgerechte Ausleuchtung realisiert werden. Weitere Erdarbeiten zur Installation neuer Masten waren somit nicht notwendig. „Die Pilzleuchten waren zwischen 16 und 21 Jahren in Betrieb, entsprechend stark wurde das Licht gestreut. Mit zunehmendem Alter haben sich die Milchglasleuchtenschirme immer weiter eingetrübt, was zu einer Verschlechterung der Beleuchtungsqualität führte“, sagt Klaus Schellenberg, Bürgermeister von Wurmlingen.
Leistungsfähige LED-Module
Durch die Modernisierung trifft nun nichts mehr davon zu: Die neuen Leuchten sind mit leistungsfähigen LED-Modulen ausgestattet, die dank einer ausgereiften Linsentechnik das Licht gleichmäßig und gezielt dorthin lenken, wo es gebraucht wird. Störende Lichtimmissionen, wie beispielsweise die unerwünschte Aufhellung von Fassadenteilen, treten nicht mehr auf. Mit einer Systemleistung von gerade einmal 25 Watt benötigen die Leuchten zudem nur einen Bruchteil der Energie, die von den Vorgängermodellen mit 96 Watt verbraucht wurde.
Nachtabsenkung
Ein zusätzlich integriertes Dimmsystem sorgt für eine Nachtabsenkung des Beleuchtungsniveaus auf 50 Prozent - damit reduziert sich der bisherige Energiebedarf um bis zu 80 Prozent und der CO2-Ausstoß geht erheblich zurück. „Durch diesen Austausch sparen wir rund 21.000 kWh Strom pro Jahr ein. Bei den heutigen Strompreisen entspricht dies einer jährlichen Einsparung von rund 5.000 Euro“, betont Bürgermeister Schellenberg.

Weitere Modernisierungen folgen

Gute Erfahrungen bestätigen sich
Die sehr guten Erfahrungen mit der innovativen Beleuchtungstechnik haben die Gemeinde bestärkt, ihr Engagement in diesem Bereich auch zukünftig fortzusetzen. In den kommenden Monaten ist bei weiteren 110 Pilzleuchten ein Austausch des Leuchtenkopfes vorgesehen. "Im Jahr 2014 wollen wir die verbleibenden 100 Pilzleuchten abschließen", fügt Klaus Schellenberg hinzu.
Deutliche Verjüngung der kompletten Beleuchtungsanlagen
Nach Abschluss der projektierten Maßnahmen besitzen die Straßenleuchten Ende 2013 ein Durchschnittsalter von gerade einmal 9 Jahren. Im Vergleich zu anderen Kommunen nimmt Wurmlingen diesbezüglich eine deutliche Vorreiterposition ein und profitiert schon heute von den Vorteilen der modernen Lichtanlagen: Neben einer besseren Ausleuchtung und der damit einhergehenden höheren Verkehrssicherheit werten die gestalterisch und technisch hochwertigen Leuchten das Ortsbild unverkennbar auf und erhöhen das attraktive Erscheinungsbild der Gemeinde. Die lange Lebensdauer der LED-Module, der energieeffiziente Betrieb und der geringe Wartungsaufwand wirken sich ebenfalls positiv aus.

Licht & Sicherheit

Hohe Akzeptanz
Die Anwohner nehmen die neue Lichttechnik durchweg positiv an. Insbesondere die gute Beleuchtungsqualität erzeugt bei Fußgängern und Autofahrern ein hohes Sicherheitsgefühl - schattige Stellen entlang der Fahrbahn oder des Gehweges kommen kaum noch vor. Das angenehm weiße Licht sorgt überdies für eine gute Farbwiedergabe, so dass Personen und Gegenstände auch aus größerer Entfernung sofort erkannt werden.

Allen Anforderungen gewachsen

An die neuen Leuchten stellten die Planer schon zu Beginn des Großprojektes hohe Ansprüche: „Sie sollten zur Verschönerung des Ortsbildes beitragen und gleichzeitig einen wertvollen ökologischen Beitrag leisten“, fasst Bürgermeister Klaus Schellenberg die Hauptkriterien zusammen.
Diesen Anforderungen wurden gleich zwei Leuchtenmodelle von Hess gerecht: die Mastaufsatzleuchte MADRID und die Auslegerleuchte SERA G. Neben der zeitlosen Formensprache überzeugte ihre wartungsfreundliche Konstruktion und die ausgesprochen energieeffiziente Funktionsweise. Da die vorhandenen Beton- und Stahlmasten noch in gutem Zustand waren, genügte in den meisten Fällen ein Austausch des Leuchtenkopfes - eine wichtige Voraussetzung, die es der Gemeinde ermöglichte, für die Modernisierung Fördermittel aus dem Klimaschutz-Plus-Programm des Landes Baden-Württemberg sowie des Bundesumweltministeriums (BMU) in Anspruch zu nehmen.
Im ersten Schritt konzentrierten sich die Umrüstungsarbeiten vorwiegend auf die Hauptverkehrsstraße: 150 SERA-G-Leuchtenköpfe in unterschiedlichen Varianten wurden in den vergangenen drei Jahren installiert.

Weitere Informationen

Offizielle Website von Wurmlingen: