Projekt: LED-Netzwerk Schwarzwald, Gemeinde Königsfeld

Gelungenes Networking sichert Projekterfolg

Mustergültige LED-Einführung in Königsfeld

Der Einsatz der LED-Technologie in der öffentlichen Beleuchtung gehört bekanntermaßen zu den zentralen Maßnahmen, um die in Deutschland beschlossenen Klimaschutzziele zu erreichen. Wichtige Starthilfe leisteten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit seiner LED-Leitmarktinitiative und das Bundesumweltministerium (BMU) mit dem befristeten Förderprogramm für LED-Straßenbeleuchtung.

Flächendeckender Einsatz von LED ist möglich

Als einer der zehn Gewinner des BMBF-Wettbewerbs „Kommunen in neuem Licht“ hat das LED-Netzwerk Schwarzwald bereits große Bereiche der öffentlichen Beleuchtung auf LED umgerüstet. Das Projekt zeigt, dass die LED-Technologie reif dafür ist, flächendeckend Einzug in die Kommunen zu halten.

Das LED-Netzwerk Schwarzwald setzt mit seinem Konzept zur LED-Einführung auf einen hohen Demonstrationswert. Mit dem Kurort Königsfeld, der Kreisstadt Villingen-Schwenningen, der Stadt St. Georgen und der Gemeinde Mönchweiler haben vier Partner im Schwarzwald-Baar-Kreis zusammengefunden, welche die typischen Strukturen in deutschen Kommunen perfekt abbilden.

Standardsituationen in der öffentlichen Beleuchtung

Um LEDs flächendeckend in den öffentlichen Freiraum zu bringen, entwickelte das LED-Netzwerk mit seinen Partnern einen neuen, systematischen Ansatz. „Die zugrundeliegende Annahme bestand darin, dass die Beleuchtungsanforderungen in den Kommunen für ähnliche Gebiete nahezu identisch sind“, erklärt Bürgermeister Link. Zur Definition und Vereinheitlichung von typischen Außenbeleuchtungssituationen wurden verschiedene Kriterien herangezogen. Dazu zählten der Bestand, geltende Normenanforderungen, Gestaltungs- und Sicherheitserfordernisse sowie Umweltaspekte. Die Analyse erbrachte sieben Standardsituationen:
  • Ortskern/Platz
  • Repräsentativer Straßenraum
  • Wohngebiet
  • Sammelstraßen
  • Durchfahrtsstraßen
  • Wegebeleuchtung
  • Anstrahlung/Architekturlicht

Gemeinsam mit den vier Kommunen erarbeitete Hess die Soll-Anforderungen und das Konzept für die neuen Beleuchtungsanlagen – unter Berücksichtigung des aufgestellten Kriterienkatalogs und der Vorgaben des BMBF bzw. des Partners VDI. Mit seinem modularen LED-Konzept konnte Hess alle Beleuchtungssituationen abdecken und zudem das vielfältige, im Einsatz befindliche und akzeptierte Leuchtendesign unterstützen.

Evaluation

Mit Unterstützung der FH Furtwangen wurde die Beleuchtungsstärke der Leuchten gemessen. Auf dieser Grundlage konnten die Einsparpotentiale beim Umstieg auf LED-Leuchten exakt ermittelt werden. „Durch diese Herangehensweise konnten wir Produktauswahl und Steuerungstechnologie kommunenübergreifend vereinheitlichen und den Planungsaufwand deutlich reduzieren“, beschreibt Link den großen Vorteil, den sich das LED-Netzwerk zunutze gemacht hat. Die gesicherte Datenbasis habe auch wesentlich dazu beigetragen, dass das Projekt genau nach Plan umgesetzt werden konnte und die erwarteten Resultate erbrachte, so Link, dessen „LED-City“ Königsfeld die Installationsarbeiten nahezu abgeschlossen hat.

Königsfeld wird zur "LED-City"

Die Straßenbeleuchtung in Königsfeld wurde durch Austausch von über 300 Leuchtenköpfen komplett auf LED umgestellt. Zum Einsatz kam die zeitlos moderne Hess-Leuchte Residenza. Die Gemeindeverwaltung entschied sich für neutralweiße LEDs in den Wohn- und Geschäftsgebieten. Für die Straßenleuchten in den Ausfallstraßen wurden kaltweiße LEDs gewählt. Auf dem Zinzendorfplatz, dem historischen Ortszentrum in Königsfeld, wiesen die veralteten Bestandsleuchten eine unzureichende Lichtverteilung mit entsprechend ungünstiger Schattenbildung auf. Hier entschloss sich die Gemeindeverwaltung, komplett neue Mastleuchten zu installieren, um durch Anpassung von Lichtpunkthöhe und Lichtstärke eine sehr gleichmäßige Lichtverteilung ohne Dunkelzonen und Blendeffekte zu erzielen. Die Wahl fiel auf die historische Leuchte Alt Berlin bestückt mit LED-Modul, die formal wie die Vorgängerleuchte perfekt mit der denkmalgeschützten Randbebauung korrespondiert.

Fritz Link

Bürgermeister
Gemeinde Königsfeld

„Im LED-Wettbewerb des BMBF sahen wir nicht nur die Chance, durch Nutzung aller Möglichkeiten dieser Technologie eine langfristige Verbesserung unserer Umwelt- und Energiebilanz zu erreichen, sondern auch die Verpflichtung, ein schlüssiges, nachhaltiges und auf andere Kommunen übertragbares Gesamtkonzept zu entwickeln“.

Die Zahlen sprechen für sich

78.000 kWh pro Jahr

Allein in Königsfeld konnte der Energieverbrauch um 78.000 kWh pro Jahr verringert werden. Dies entspricht einem um 63 Prozent verminderten CO2-Ausstoß.

78 Prozent Zufriedenheitswert - breite Akzeptanz in der Bevölkerung

„Schon vor Abschluss des Projekts wissen wir, dass die LED-Einführung ein großer Erfolg ist“, so Link, und das nicht nur im Hinblick auf Umweltschutz und Energieeffizienz, sondern auch was die Akzeptanz in der Bevölkerung anbelange. Zusammen mit Hess, dem Technologiepartner für die Außenbeleuchtung, sei es gelungen, sowohl die Strombilanz als auch die Beleuchtungsqualität deutlich zu verbessern. Die Hochschule Furtwangen, die das LED-Projekt evaluiert hatte, befragte Bürger vor und nach der Umrüstung der Straßenbeleuchtung. „Waren vor der Umstellung nur 25 Prozent der Befragten mit der Beleuchtung zufrieden, ist der Zufriedenheitswert nach der Installation der LED-Leuchten auf 78 Prozent gestiegen“, fasst Link die Ergebnisse zusammen.

Weitere Informationen

PR-Bericht zum Projekt | Mustergültige LED-Einführung in Königsfeld
www.led-netzwerk-schwarzwald.de | offizielle Website des LED-Netzwerk Schwarzwald