Neuer Geschäftsführer von Hess:

Dr. Ernst Smolka

Seit Juli 2017 ist Dr. Ernst Smolka neuer Geschäftsführer von Hess.
Wir haben ihn rund 3 Monate nach seinem Einstieg zu seinen ersten Erfahrungen, seinen Zielen und
seiner Person befragt.

Herr Dr. Smolka, seit dem 01. Juli 2017 sind Sie Geschäftsführer von Hess.
Wie ist Ihr erster Eindruck?

Ich darf sagen, dass ich hier wirklich mit offenen Armen empfangen worden bin. Ich habe ein absolut vertrauensvolles Betriebsklima vorgefunden und das Engagement sowie die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen sind mehr als spürbar. Es herrscht eine deutliche Aufbruchstimmung – die Leute wollen was bewegen.

Sie sind ein absoluter Kenner der Beleuchtungsindustrie. Wie differenziert sich Hess aus Ihrer Sicht vom Markt?

Ich bin seit mehr als 20 Jahren in der Beleuchtungsindustrie, deshalb fällt mir die Antwort leicht. Hess ist das Unternehmen für Form und Design.
Darüber hinaus war und ist Hess durchaus Trendsetter für neue Technologien. Hess ist Spitze, wenn es um das Thema „Customizing“ & „Multifunktion“ – also über das Licht hinausgehende Funktionen – geht. Beispielhaft zu nennen sind hier Features wie Kamera, Lautsprecher oder WLAN. Hier besitzt das Unternehmen schon seit langen Jahren das entsprechende Know-How und auch entsprechende Produkte und Lösungen.

Welche Trends und Entwicklungen in der Lichtbranche zeichnen sich heute ab?

Ein immer noch anhaltender Trend ist die Umstellung auf LED. Viele betrachten dies als ein bereits vergangenes und damit altes Thema, aber es ist aktueller denn je – wir befinden uns mitten in der Umstellung auf diese Technologie und es beschäftigt daher auch die ganze Branche.
Ein weiteres großes Thema ist die Digitalisierung, die sehr rasch voranschreitet. Hier zeichnet sich eine enorme Erweiterung des Marktes ab – und hier liegen auch wesentliche Chancen und Potenziale, insbesondere für Hess. Die Leuchten können als „oberirdisches Netzwerk“ benutzt werden – für Städte und Kommunen eine tolle Chance.
Kamerasysteme, Lautsprecher, Hotspots für mobile Endgeräte oder auch Mess- und Erfassungssysteme für Umweltdaten oder Leitsysteme können in die „Infrastruktur Beleuchtung“ integriert werden – und helfen so der Stadt, sich hin zu einer SMART CITY zu entwickeln. Einerseits, um insgesamt effizienter und nachhaltiger zu werden, andererseits, um sich für Einwohner, Besucher und Unternehmen attraktiv zu machen.

Welche Schwerpunkte setzen Sie bei der zukünftigen Entwicklung von Hess, um die Position als ein international führender Premiumhersteller weiter zu stärken?

Hess ist Premium, gar keine Frage – Premium im Design, Premium in Material und Haptik und Premium in punkto Qualität. Hess besetzt mit einigen Produkten bereits das beschriebene Thema „Digitalisierung“ und hat daher heute schon eine gute Basis.
Diese Basis gilt es weiter auszubauen und die Innovationskraft von Hess zu beschleunigen. Immer in Verbindung mit der DNA und den Stärken des Unternehmens – und das sind und bleiben neben dem Licht „Form und Design“.
Auch wollen wir wachsen – national wie international. Hier ist jedoch eines wichtig: Beim Wachstum Augenmaß walten zu lassen. Wir wollen ein gesundes Wachstum an den Tag legen. In unserem gesamten Handeln lassen wir uns leiten von einem ganz wichtigen Punkt: Unseren Kunden. Die Zufriedenheit unserer Kunden und die Erfüllung ihrer Wünsche und Anforderungen sind für uns die obersten Prämissen.

Nun noch ein paar Fragen zu Ihrer Person: Wie würden Sie sich selbst charakterisieren?

Ich habe Spaß daran, mich mit neuen Themen zu beschäftigen sowie Strukturen zu gestalten und Initiativen anzustoßen, mit einem Team eine Vision und eine Strategie zu entwickeln, neue Märkte und Kunden zu erschließen und so die Zukunft – gemeinsam mit einer gesamten Mannschaft – zu formen. Dabei sind mir Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Loyalität und Fairness sehr wichtige Werte.

Wie bringen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?

Hier hilft mir eine relativ klare Trennung. Von Montag bis Freitag liegt der Fokus auf dem Job, das Wochenende und die Urlaubszeit gehört der Familie. Damit sind wir – meine Frau und unsere beiden Kinder – bislang sehr gut gefahren.

Was tun Sie am liebsten, um den Geschäftsalltag hinter sich zu lassen?

Sport! Tennis, Laufen und Fahrrad fahren hilft mir enorm, den Stress zu bewältigen und den Geschäftsalltag hinter mir zu lassen.

Zur Person

Ernst Smolka (53) absolvierte ein Physikstudium an der Universität Karlsruhe und der Oregon State University in den
USA und promovierte am Lichttechnischen Institut der Fakultät für Elektrotechnik in Karlsruhe. Er bringt eine umfangreiche  Managementkompetenz sowie eine langjährige Berufs- und Branchenerfahrung mit.
Seit Beginn der 1990er Jahre bekleidete Smolka zahlreiche Führungspositionen, unter anderem als Technischer Leiter, Entwicklungs- und Forschungsleiter sowie  Geschäftsführungspositionen mit Verantwortlichkeiten für Vertrieb, technische Projektentwicklung, Lichttechnik und auch Produktion.
Zuletzt zeichnete Ernst Smolka für das Deutschlandgeschäft eines der weltweit größten Unternehmen der Lichtindustrie verantwortlich. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.