Lichtlexikon

Lichtlexikon

Fachbegriffe der Beleuchtungstechnik

Beleuchtungsstärke

Formelzeichen: E
Einheit: Lux (lx)
Die Beleuchtungsstärke E kennzeichnet den auf eine Fläche fallenden Lichtstrom. Sie ist der Quotient des auf eine Fläche fallenden Lichtstroms geteilt durch diese Fläche. Die Beleuchtungsstärke lässt sich relativ leicht berechnen bzw. messen, und wird deshalb häufig als Planungsgröße verwendet. Die Beleuchtungsstärke lässt keinen eindeutigen Rückschluss auf den Helligkeitseindruck zu.

Brandschutz

Leuchten, geeignet zur Montage auf normal entflammbaren Flächen.

CE-Kennzeichnung

Die CE-Kennzeichnung ist ein Richtlinien-Konformitätiszeichen, das die Übereinstimmung mit den grundlegenden Anforderungen bestimmter Richtlinien der Europäischen Union dokumentiert. Das Zeichen CE wird vom Hersteller oder Importeur in Eigenverantwortung auf der Leuchte, der Verpackung oder den Begleitunterlagen angebracht. Es ist also kein Prüfzeichen irgendeiner Prüfstelle.
- EU-Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit, nach der Produkte, die in deren Anwendungsbereich fallen, seit 01.01.96 eine CE-Kennzeichnung haben müssen.
- EU-Niederspannungsrichtlinie, nach der Produkte, die in deren Anwendungsbereich fallen, seit 01.01.97 eine CE-Kennzeichnung haben müssen.

CRI (Colour Rendering Index)

Die Farbwiedergabe bezeichnet die Beziehung zwischen Farbreiz und Farbeindruck, d.h. die Wiedergabe der Farben von Gegenständen bei Beleuchtung mit verschiedenen Lichtquellen im Vergleich zu einer Referenzlichtquelle. Ein höherer CRI-Wert bedeutet eine schärfere Darstellung des Objektes.

ENEC-Zeichen

Das ENEC-Zeichen (European Norms Electrical Certification) ist ein europäisches Prüf- und Zertifizierungszeichen für Leuchten und elektrische Komponenten in Leuchten. Mit dem Zeichen wird die Übereinstimmung eines Produktes mit dem z. Zt. geltenden europäischen Normen und die Überprüfung der laufenden Fertigung durch Inspektoren der jeweiligen Prüfinstitute dokumentiert. Das ENEC-Zeichen wird in Verbindung mit der Identifikationsziffer der nationalen Prüfinstitution sowie häufig mit deren eigenem Logo abgebildet.

Farbwiedergabe

Je nach Einsatzort und Sehaufgaben sollte künstliches Licht eine möglichst korrekte Farbwahrnehmung (wie bei natürlichem Tageslicht) ermöglichen. Der Maßstab dafür sind die Farbwiedergabe-Eigenschaften einer Lichtquelle, die in Stufen des "allgemeinen Farbwiedergabe-Indexes" Ra ausgedrückt werden. Der Farbwiedergabe-Index bezeichnet das Maß der Übereinstimmung einer Körperfarbe mit ihrem Aussehen unter der jeweiligen Bezugslichtquelle.
Farbwiedergabe-
eigenschaft
Farbwiedergabe-
stufe
Farbwiedergabe-
index Ra
Lampenbeispiele
Sehr gut1 A> 90- Glühlampen
- De luxe Leuchtstofflampen
- Halogen-Metalldampflampen

1 B80 - 89- Dreibanden Leuchtstofflampen
- Halogen-Metalldampflampen NDL oder WDL
Gut2 A70 - 79- Standardleuchtstofflampen Farbe 10 und Farbe 25

2 B60 - 69- Standardleuchtstofflampen Farbe 30
Genügend340 - 59- Quecksilberhochdrucklampen
Ungenügend4< 39- Na-Hochdruck und Niederdruckentladungslampen
Im Vergleich zur betrachteten Lichtquelle werden die Farbverschiebungen von 8 (bzw. 14) in DIN 6169 genormten Testfarben bestimmt, die sich ergeben, wenn die Testfarben mit der zu prüfenden Lichtquelle, bzw. mit der Bezugsquelle, beleuchtet werden. Je geringer die Abweichung ist, desto besser ist die Farbwiedergabe-Eigenschaft der geprüften Lampe. Eine Lichtquelle mit Ra = 100 zeigt alle Farben wie unter der Bezugslichtquelle optimal. Je niedriger der Ra-Wert ist, um so weniger gut werden die Farben wiedergegeben.

Isoluxdiagramm

Die Verteilung der Beleuchtungsstärke auf einer Fläche lässt sich mit dem Isoluxdiagramm anschaulich darstellen. Die Isoluxlinien stellen die Kurven gleicher Beleuchtungsstärken dar und lassen bereits einfache Grobplanungen von Beleuchtungsanlagen zu. Die Isoluxdiagramme sind jeweils für die bestimmte Lichtpunkthöhe (LPH) und Lampenbestückung gültig. Für genaue Planungen wird unser Lichtberechnungsprogramm (DIALux) verwendet.

LED

Light Emitting Diode
Eine LED ist ein Halbleiterelement, welches bei Anlegen einer Spannung Licht abgibt.
Im Gegensatz zu Glühlampen, die thermische Strahler sind, emittieren Leuchtdioden monochromatisches Licht in einem begrenzten Spektralbereich. Dies macht sie so effizient gegenüber anderen Lichtquellen, bei denen Filter den größten Teil des Farbspektrums erst aussortieren müssen.

LED Module

Auf dem Markt gibt es unterschiedlichste LED-Konzepte:
· LED-Austausch-Module für bestehende Leuchten
· Leuchten mit fest eingebauten LEDs
· Leuchten mit austauschbaren LEDs
· Leuchten mit LED-Technik, die mit Spiegelwerfer-Systemen kombiniert wird
· Leuchten mit sich überlagernden Lichtverteilungskurven
· Leuchten mit zusammengesetzten Lichtverteilungskurven
Hess setzt bei seinen 4 Modulen auf Ganzheitlichkeit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit – damit Sie energiesparend und sicher in die Zukunft starten können.

Leuchtdichte

Formelzeichen: L
Einheit: Candela pro Quardartmeter (cd/m²)
Die Leuchtdichte L beschreibt den Helligkeitseindruck, den eine selbstleuchtende oder eine bestrahlte Fläche dem Beobachter vermittelt. Der Zusammenhang zwischen Leuchtdichte und Helligkeit ist jedoch nichtlinear und sehr komplex.

Licht

Licht lässt sich als elektromagnetische Welle definieren. Der gesamte Frequenzbereich erstreckt sich von energiearmen Wellen wie beispielsweise Radiowellen bis hin zu energiereichen Röntgen- und Gammastrahlen. Das Spektrum des sichtbaren Lichts ist nur ein kleiner Bereich. Dieser liegt bei etwa 370 nm (violett) bis zu 750 nm (rot).

Lichtausbeute

Die Lichtausbeute ist ein Maß für die Effizienz der Umwandlung elektrischer Energie in sichtbares Licht. Sie setzt sich aus dem von einem Leuchtmittel abgegebenen Lichtsstrom und der von ihm aufgenommenen Leistung zusammen und wird in Lumen pro Watt angegeben (lm/W).

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe wird sehr gut durch die ähnlichste Farbtemperatur beschrieben. Hierbei lassen sich drei Hauptgruppen unterscheiden: Warmweiß < 3300 K; Neutralweiß 3300 - 5000 K; Tageslichtweiß > 5000 K. Trotz gleicher Lichtfarbe können Lampen aufgrund der spektralen Zusammensetzung des Lichtes sehr unterschiedliche Farbwiedergabe-Eigenschaften besitzen.

Lichtstärke

Formelzeichen: I
Einheit: Candela (cd)
Die Lichtstärke I kennzeichnet die Lichtausstrahlung einer Lichtquelle in eine bestimmte Richtung. Die räumliche Lichtstärkeverteilung einer Leuchte wird in Form von Kurven, den sog. Lichtstärkeverteilungskurven (LVK) dargestellt.

Lichtstärkeverteilungskurve

Die Konstruktion einer Leuchte bestimmt die räumliche Lichtstärkeverteilung. Diese wird grafisch in Form von Lichtstärkeverteilungskurven (LVK) dargestellt. Dazu verwendet man üblicherweise das Polardiagramm im sog. C-Ebenen-System. Für rotationssymmetrische Leuchten ist die LVK für alle C-Ebenen gleich. Die Lichtstärkeverteilung lässt sich dann mit einer einzigen Kurve vollständig darstellen. Die Lichtstärkeverteilung asymmetrischer Leuchten wird durch die Kurven verschiedener C-Ebenen beschrieben, z.B. die C o und C 180-Ebenen parallel zur Straßenachse, oder die C 90 und C 270-Ebene senkrecht zur Straßenachse.

Lichtstrom

Einheit: Lumen (lm)
Der Lichtstrom ist die gesamte von einer Lichtquelle abgestrahlte Strahlungsleistung, bewertet nach der spektralen Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges. Mann könnte den Lichtstrom deshalb auch vereinfacht mit "Lichtleistung" bezeichnen. Die Nennlichtströme von Lampen werden von den Herstellern angeben. Der Lichtstrom enthält keine Information über die räumliche Verteilung der Lichtausstrahlung.

Schutzklassen

Entsprechend ihrem Schutz gegen zu hohe Berührungsspannung werden Leuchten in drei Schutzklassen eingeteilt:
Schutzklasse I
Der Schutz gegen elektrischen Schlag beruht nicht allein auf der Basisisolierung, sondern berührbare leitfähige Teile sind mit den Netzseitigen Schutzleiter verbunden. Die Schutzleiteranschlussklemme ist mit diesem Symbol gekennzeichnet.
Schutzklasse II
Spannungsführende Teile sind mit einer zusätzlichen Schutzisolierung versehen. Der Anschluss des Schutzleiters ist nicht erlaubt.
Schutzklasse III
Der Schutz gegen elektrischen Schlag beruht auf Anwendung der Schutzkleinspannung (SELV).

Schutzzeichen

SCHUTZART IPx1
Leuchten mit diesem Zeichen sind gegen das Eindringen von Tropfwasser geschützt.
SCHUTZART IPx3
Schutz gegen Sprühwasser (z. B. gegen Regen)
SCHUTZART IPx4
Zeichen für Spritzwasserschutz
SCHUTZART IP5x
Staubgeschützte Leuchte
SCHUTZART IP54
Staub- und spritzwassergeschützte Leuchte
SCHUTZART IP55
Staub- und strahlwassergeschützte Leuchte
SCHUTZART IP65
Staubdichte und stahlwassergeschützte Leuchte

Technische Zeichen

Mindestabstand zur angestrahlten Fläche
Nenntemperatur von Leitungen
Hochdruck-Natriumdampflampe muss mit einem (zur Lampe) externen Startgerät betrieben werden.
Hochdruck-Natriumdampflampe muss einen eingebauten Starter enthalten.

Vorteile von LEDs

Effizienz und Wirkungs-
grad
Bei Glühlampen liegt die Lichtausbeute bei 10-20 lm/W  – Quecksilberdampf-Hochdruck-
lampen erreichen eine Lichtausbeute von 30-60 lm/W – Leuchtstofflampen kommen auf einen Wert von 65-110 lm/W – LEDs erreichen eine Lichtausbeute von 110-130 lm/W
LebensdauerLEDs halten 50 mal länger als Glühlampen
WartungLEDs sind dank langer Lebensdauer praktisch wartungsfrei
LichtqualitätLEDs liefern weißes, flackerfreies und gleichmäßiges Licht
LichtverteilungLED-Licht lässt sich präzise bündeln und lenken für noch mehr Effizienz
Verschmutzung/TierschutzLEDs sind IR- und UV-strahlungsfrei, was nachtaktive Insekten schont
Kein Einsatz von QuecksilberLEDs sind ein Beitrag zum Umweltschutz und lassen sich später unkompliziert entsorgen
BauformLEDs sind kompakt, klein und variabel
RobustheitLEDs sind unempfindlich gegenüber Vibrationen

Wärmemanagement bei LED

Insbesondere die Betriebs- und Umgebungstemperatur ist von essentieller Bedeutung: je kälter, desto besser. Wird die Temperatur zu hoch, lässt der Lichtstrom nach und die Lebensdauer verkürzt sich. Deshalb gehört zu effektiven und effizienten LED-Systemen immer auch ein einwandfrei funktionierendes Wärmemanagement. Die Wärmeentwicklung entsteht dabei nicht durch das Glühen, sondern hauptsächlich durch den Stromfluss im Halbleitermaterial selbst.