Schloss Hellenstein: Wahrzeichen der Stadt Heidenheim – perfekt in Szene gesetzt  

Neue Beleuchtung sorgt für attraktives nächtliches Erscheinungsbild

Das Wahrzeichen der Stadt Heidenheim zieht schon von Weitem die Blicke auf sich: Geradezu majestätisch thront Schloss Hellenstein auf einem 70 Meter hohen Felsen und bietet einen malerischen Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung.
Als herausragendes Vermächtnis der Stadtgeschichte kommt das Schloss auch nachts wunderbar zur Geltung: Die im Juni 2017 installierte neue Beleuchtung mit LED Strahlern von GRIVEN, einem Schwesterunternehmen von Hess, sorgt für ein attraktives nächtliches Erscheinungsbild und inszeniert auf gelungene Weise die besonderen architektonischen Details des Schlosses.

Planungsbüro Winkels Concepts aus Dortmund entwarf das Beleuchtungs-
konzept und setzt dabei auf LED-Strahler von GRIVEN und die Beleuchtungskompetenz von Hess

Seit mehr als 30 Jahren wird das Schloss angestrahlt – mit aus heutiger Sicht natürlich wenig effizienten NAV- und HST-Strahlern, die durch ihr durchgehend gelbtoniges Licht eine sehr schlechte Farbwiedergabe hatten. So thronte das Schloss in der Dunkelheit bislang als „gelbes Ensemble“ über der Stadt.
Seine Besonderheiten, wie die dominanten Ecktürme, die mehrschichtigen Fassaden der Gebäude aus den verschiedenen Bauepochen, die Zugänge und die architektonischen Details der Fassaden waren kaum erkennbar.
Darüber hinaus entfiel Ende 2015 ein bestehender Strahlerstandort in der Heidenheimer Innenstadt, wodurch die stadtseitige Anstrahlung des Schlosses nicht mehr möglich war. Hierfür erarbeitete der Lichtplaner Martin Schepers vom Planungsbüro Winkels Concepts aus Dortmund ein Beleuchtungskonzept, das im April 2016 mit LED-Strahlern von GRIVEN erfolgreich vor Ort bemustert wurde.
In enger Zusammenarbeit mit Ralf Käpplinger, Stadtplaner der Stadt Heidenheim, sowie Hess, welches für den Vertrieb der GRIVEN-Produkte in Deutschland zuständig ist, wurde die neue Beleuchtung auf den Weg gebracht.

Planer und Beteiligte

Bauherr: Stadt Heidenheim
Projektpartner: GRIVEN und Hess
Beleuchtungskonzept: Planungsbüro Winkels Concepts, Dortmund 
Leuchten: Powershine MK2 S RGBW, Parade S-RGBS-40 Recessed, Parade S-RGBW-20, Emerald Strahler RGBW, Coral RGBW-Strahler
Fotos: Markus Brandhuber

Akzentuierung der Anlage für eine ansprechende
Nah- und Fernwirkung

Gezielt eingesetzte Strahler

„Mit der Anstrahlung galt es, Schloss Hellenstein nicht nur als stadtbildprägendes Objekt im Nachtbild zu inszenieren, sondern auch die Qualitäten des Ensembles und der Architektur mit Licht zu gestalten“, erläutert Martin Schepers die Anforderungen an die anspruchsvolle Fassadenbeleuchtung. Der Lichtplaner gilt als Experte auf dem Gebiet der Architekturbeleuchtung und hat bereits zahlreiche Bauwerke und Schlösser in Deutschland illuminiert.
„Durch die neue Beleuchtung sollte das Schloss besser in Szene gesetzt werden“, ergänzt Ralf Käpplinger. Zur Anstrahlung der Anlage war ein warmes, weißes Licht zwischen 3000 und 4000 Kelvin mit hoher Farbwiedergabe gefragt. Dadurch sollte die Anlage sowohl in der nahen Betrachtungsebene plastisch wirken, als auch aus der Ferne als markantes Wahrzeichen von Heidenheim wahrgenommen werden.
Mit gezielt eingesetzten Strahlern, die jeweils das Ensemble, die Architektur und die Materialität in abgestuften Helligkeitswerten betonen, wurden die Ziele erreicht. „Hinzu kommt, dass durch die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Stadt Heidenheim und Hess bereits ein Vertrauensverhältnis zur Umsetzung der Beleuchtungsanlage bestand“, ergänzt Martin Schepers.
Ein Jahr lang dauerten die Vorbereitungen zur Umsetzung des Beleuchtungs-
konzeptes, für das Lichtberechnungen und Computersimulationen herangezogen worden sind. Mitte Juni 2017 wurde die neue Beleuchtung nach letzten Feineinstellungen durch die Projektpartner in Betrieb genommen.

35 unterschiedliche LED-Strahler sorgen für ein absolutes Highlight

Um die gewünschte Lichtwirkung zu erhalten, wurden rund die Hälfte der 35 LED-Strahler an neuen Standorten rund um das Schloss installiert. Dabei gewährleisten acht Powershine MK2 S Strahler in RGBW mit unterschiedlich definierten Abstrahlwinkeln die effektvolle Anstrahlung der Hauptmauern. Parade S-RGBW-40 Recessed in RGBW, die in den Gehweg vor einem Innengebäude eingelassen worden sind, sorgen für attraktive Wall-Washer-Effekte.
Weitere Parade S-RGBW-20 wurden kopfüber unterhalb der Traufe eines Innenhof-Gebäudes fixiert. Durch die elliptische Abstrahlcharakteristik wird hier eine flächige Beleuchtung des Fußweges und der Fassade erzeugt. Ergänzende Emerald-Strahler in RGBW Konfiguration wurden auf einem bestehenden Mast vor der nördlichen Schlossmauer befestigt und tauchen diese und deren Türme in ein diffuses, wahlweise farbiges Licht.
Unter der Zugbrücke betonen Coral RGBW-Strahler den vorderen Eingang des Schlosses. Alle Leuchten wurden speziell für dieses Projekt in einem dunklen Grauton (DB 703) geliefert, der perfekt mit den Natursteinnuancen der Burgmauern harmoniert. Neu installierte drahtlose DMX-Sender, Empfänger und Signalverstärker rund um das Schloss ermöglichen eine nahtlose DMX-Signalübertragung.
Hierbei galt es, den Charakter des Gemäuers zu erhalten und nicht durch zusätzliche Leitungsführungen zu verfälschen. So konnten auch weite Leitungsstrecken realisiert werden, welche über Signalkabel nur sehr umständlich bis gar nicht hätten erreicht werden können.

Schlossbeleuchtung wird zum Erlebnis

„Das ist ja ein ganz neues Schloss“, stellte Stadtplaner Ralf Käpplinger nach der Inbetriebnahme der Beleuchtung begeistert fest. Mauern, Gesimse und Fenster treten eindrucksvoll hervor und wirken viel plastischer als früher.
Auch Karsten Winkels, Geschäftsführer von Winkels Concepts, der das Projekt beratend begleitet hat, ist rundum zufrieden mit dem neuen nächtlichen Erscheinungsbild von Schloss Hellenstein: „Von Anfang an hatten wir genaue Vorstellungen, wie wir eine zeitgenössische Schlossanstrahlung realisieren wollen. Das zart abgestufte Licht mit hoher Farbwiedergabequalität sollte die Architektur und das gesamte Ensemble betonen und das Schloss in seiner ganzen Vielfalt zur Geltung bringen. Das haben wir geschafft!“.